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Historie

Alles fing in Köpenick, der "Waschküche Berlins" an.Köpenick liegt am Zusammenfluß von Dahme und Spree und um die Jahrhundertwende hatten sich hier eine Vielzahl von Wäschereien niedergelassen. Eine Frau hatte an dieser Entwicklung des Wäschereihandwerks wesentlichen Anteil, Henriette Lustig. Sie war die erste Frau, die 1835 die Erlaubnis zum Betreiben einer Lohnwäscherei erhielt. Und an diesem historischen Ort eröffneten Waltraud und Lothar Amlow 1985 eine Wäscherei. Sich im Osten von Deutschland selbstständig zu machen war sehr schwierig, doch die beiden packten es mit Mut und Tatkraft an. In ihrem Schaufenster hatten sie eine alte Wäscherolle und andere Waschutensilien plaziert. Durch das hübsch dekokorierte Schaufenster wurde der Organisator von Kinderfesten auf die Wäscherei aufmerksam und er fragte sie, ob sie Kindern auf dem Alexanderplatz von Berlin zeigen könnten wie schwer früher das Wäschewaschen war. Sie sagten zu und es wurde die Attraktion des Festes. Großmütter, die die Enkel auf das Kinderfest begleitet hatten waren begeistert. Sie zeigten ihren Enkeln wie sie die Wäsche auf einem Holzwaschbrett nach alter Sitte früher schrubbten und was es für eine Plackerei war. Sie erinnerten sich, dass auf Ihren Böden oder im Keller noch alte Waschmaschinen oder andere Waschgeräte standen und fragten die Amlows ob sie interessiert seien. Mit der Zeit entstand eine ansehnliche Sammlung alter Geräte und sonstiges altes Zubehör. Wohin nun mit diesen Kostbarkeiten?Lothar Amlow, immer vorauschauend und zu neuen Taten bereit, baute kurzerhand Räume, die nicht für die Wäscherei nutzbar waren, in ein Museum um. 1990 war es dann soweit und die Amlows eröffnetendas Wäschereimuseum " Omas Waschküche "Waschen und Plätten im Wandel der ZeitMit der Zeit wurde das Museum zum Anziehungspunkt des Stadtbezirks. Kinderfeste wurden zu jeder Jahreszeit organisiert. Der Stand des Museums zum "Köpenicker Sommer" war ein Renner und der Besuch zur " Langen Nacht der Museen " war ein Geheimtipp. Unzählige Zeitungsberichte machten das Museum Deutschlandweit bekannt. Auch das Fernsehen war ständiger Gast beim Drehen für Filme, Dokumentationen und vieles mehr und verhalf dem Museum zu einem guten Ruf. 1995 eröffneten die Amlows ein Freilichtmuseum, da die Räume nicht mehr die vielen Ausstellungsstücke fassen konnten. Der Speiseraum ihrer Angestellten verwandelte sich in ein kleines Museumskaffee. Eigentlich war alles ideal. Doch die Zeiten änderten sich, die Kosten stiegen und die kleine Wäscherei kam in Schwierigkeiten. Eine finanzielle Unterstüzung lehnte der Stadtbezik strikt ab.Was tun? Sollten all die jahrelangen Bemühungen, die handwerkliche Tradition zu pflegen, umsonst gewesen sein? Das Glück war auf ihrer Seite.Herr Targatz, der Seniorchef der Wäscherei Targatz in Eberwalde, bot seine Hilfe an. Er wollte die umfangreiche Sammlung unbedingt komplett erhalten. Das war ja auch ganz in ihrem Sinne.Heinz Targatz ist nicht ein Mann von vielen Worten, er ist ein Mann der Tat. Er weiß von was er spricht, wenn es um das Wäschereihandwerk geht, denn er hat schon als Kleinkind in der Wäscherei seiner Eltern Luft geatmet, die süchtig macht. Seinem Beruf ist er immer treu geblieben. (Übrigens die Geschichte der Wäscherei Targatz können Sie auf der Hompage derselben nachlesen. )Wie schon gesagt:" Ein Mann, ein Wort! " . So machte eine schnelle Einigung den Umzug im September 2004 möglich.In zwei kleineren Räumen präsentierten die Amlows vorübergehend die wichtigsten Museumstücke. Der Rest der Sammlung wurde zwischengelagert. Gleichzeitig wurde im Vorderhaus eine neue Gaststätte mit dem gleichen Namen " Omas Waschküche " eröffnet. Hier konnte und kann man immer noch im Wäschereiambiente deutsche Küche genießen und Feste feiern. In der Zeit von 2004 bis 2007 wurde ein neues, auf das Museum zugeschnittenes, Haus gebaut. Die Eröffnung fand unter großem Interesse der Honoratioren der Stadt Eberswalde am 25. Mai 2007 statt. Im Rahmen der Feierlichkeiten bedankten sich die Eheleute Amlow für die großzügige Unterstützung der Familie Targatz und das persönliche Arrangement von Heinz Targatz. Jetzt sind beide Sammlungen von den Amlows und der Familie Targatz in einem Haus vereint und die Sammlung ist schon wieder um einige Maschinen bereichert worden. Die Einnahmen des Museums werden ausschließlich für Restaurierungsarbeiten an alten Maschinen verwendet.Ab 31.07.2009 gehört das Wäschereimuseum nun ausschließlich Herrn Heinz Targatz. Stefan Targatz, der Sohn des Seniors ist für die Verwaltung dieses wunderbaren Kleinods zuständig.Doch die Eheleute Amlow werden immer die Gründer des einzigen Wäschereimuseums bleiben und ihnen ist es durch ihre Sammelleidenschaft zu verdanken, dass es " Omas Waschküche " gibt.Wenn Sie mehr von der Geschichte des Handwerks erfahren möchten oder vielleicht nun doch den Unterschied zwischen Bügeln und Plätten wissen wollen, dann besuchen Sie uns doch einmal. Ein Besuch lohnt sich für die ganze Familie!

Die Geschichte des Wäschereimuseums "Omas Waschüche "Waschen und Plätten im Wandel der Zeit

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